[Rezension] Jennifer Riemek/Michael Kuhn - Wir waren doch so jung

Sonntag, 20. November 2016

©Ammianus Verlag
Autor: Jennifer Riemek/Michael Kuhn
Titel: Wir waren doch so jung
Einband: Taschenbuch oder ebook
Preis: 12,90€ bzw. 7,99€
Seitenzahl: 208
Verlag: Ammianus
Infos: *hier*
Leseprobe: *hier*  
Bewertung: 5 von 5 Punkten

Inhalt

Aachen zur Zeit des Nationalsozialismus: Jakob Bergmann wächst in einem scheinbar behüteten
bürgerlichen Umfeld auf. Nachdem 1933 die Nazis an die Macht gelangt sind, nehmen die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung stetig zu. Die Verdrängung aus dem öffentlichen Leben sowie die Verfolgung seines Volkes werden für den Heranwachsenden zum grausamen Alltag. Einzig die Liebe zu Annie und eine alte Münze seines Großvaters ermöglichen es ihm, den Glauben an eine Zukunft nicht zu verlieren …
(Quelle: Ammianus)

Meinung

Ich finde es immer unglaublich schwer, Bücher mit solch schwierigem Thema zu bewerten und rezensieren, trotzdem versuche ich es natürlich.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Jakob und Annie, die in Aachen zur Zeit des Nationalsozialismus leben und sich einen Weg im Leben suchen müssen, nachdem Juden immer häufger verfolgt werden.
Schon auf den ersten Seiten war ich gleich voll in die Geschichte versunken und ich habe so sehr mit Jakob mitgelitten. Mich überkam ein Gefühl der Hilflosigkeit und große Wut darüber, wie ignorant und fies die Menschen sein können. Das trifft mich immer sehr.
Das ganze Buch ist sehr mitfühlend geschrieben und man hat die ganze Zeit das Gefühl, alles direkt mitzuerleben. Ich habe die ganze Zeit so gehofft, dass alle Protagonisten diese schwere Zeit überstehen und habe bei jedem Rückschlag mitgefühlt.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie schwer das Leben zur Zeit von Adolf Hitlers Herrschaft gewesen sein muss, doch dieses Buch gibt uns einen kleinen Einblick.
Was das ganze so authentisch macht, ist, dass die Geschichte auf Zeitzeugenaussagen beruht und die Quellen am Ende des Buches auch alle noch angegeben sind. So kann man das Ganze noch viel besser nachvollziehen. So kann man nicht vergessen, dass all diese grausamen Dinge wirklich passiert sind.
Und ich finde es SO wichtig, dass wir uns immer erinnern, wie unmenschlich diese Zeit war und dass wir alles dafür tun müssen, dass sich dies nie wiederholt.
Es ist schlimm, dass immer wieder Menschen diskriminiert und ausgegrenzt werden und Bücher wie "Wir waren doch so jung" müssen uns daran erinnern, dass das einfach nicht richtig ist und schlimme Auswirkungen haben kann.

Bewertung

5 von 5 Punkten

Danke

Mein Dank geht an  und den Ammianus Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

1 Kommentar:

Vielen Dank für euren Besuch! Ich freue mich über eure Kommentare, würde es aber begrüßen, wenn ihr dieses Formular nicht als Werbeplattform nutzt! :)